Inhaltsverzeichnis

 

1.      Vorwort 1

2.      Leitbild und Motivation für die Arbeit der Kindertagesstätten des Trägers Freier Musikverein Paukenschlag e.V. 2

3.      Profil 3

4.      Gesetzliche Grundlagen und Finanzierung. 4

5.      Sozialraum.. 5

6.      Tagesablauf. 6

7.      Unser Bild vom KIND und vom LERNEN.. 7

8.      Eingewöhnung. 8

8.1       Eingewöhnung von neuen Kindern in der Kinderkrippe. 8

8.2       Eingewöhnung in den Kindergarten. 9

9.      Das Spiel 10

10.        Pädagogische  Angebote. 11

11.        Integration. 12

12.        Zusammenarbeit Kindergarten und Grundschule. 12

13.        Erziehungspartnerschaft 13

14.        Feste, Bräuche, Traditionen. 15

15.        Essen und Verpflegung. 16

16.        Öffentlichkeitsarbeit 17

17.        Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen und Vernetzung. 17

18.        Förderverein. 17

19.        Weiterbildung. 18

20.        Schlusswort 18

21.        Quellennachweis. 19

 

1.       Vorwort

Unserer Kindertagesstätte wurde im Februar 1991 als kommunale Einrichtung in Dresden eröffnet.  Seit Juli 1999 befinden wir uns in freier Trägerschaft beim Freien Musikverein Paukenschlag e.V., Sagarder Weg 3 in  01109 Dresden.

 

      "Weil unsere Kinder unsere einzige Verbindung zur Zukunft sind, und weil     

        sie die Schwächsten sind, gehören sie an die erste Stelle der Gesellschaft." 

        (Olof  Palme)  

 

 

Die Krippen- und Kindergartenzeit sind die ersten Entwicklungsabschnitte eines Kindes außerhalb der Familie. Insbesondere die ersten Tage und Wochen sind für Eltern und Kinder gleichermaßen schwierig und aufregend. Die von den Kindern in dieser Zeit gesammelten Erfahrungen und Eindrücke sind prägend für die weitere Persönlichkeitsentwicklung. Die Mitarbeiter unserer Einrichtung sind sich dieser großen Verantwortung bewusst.

Das Schaffen einer Atmosphäre von gegenseitigem Vertrauen, menschlicher Wärme und Geborgenheit sind wichtige Voraussetzungen, pädagogische Arbeit zu leisten und den Kindern nachhaltige Lernprozesse zu ermöglichen.

Diese Konzeption soll einerseits allen Interessierten einen Einblick in die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit geben. Zum Anderem ist sie wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit mit den Kindern. Auch in Zukunft werden aktuelle Entwicklungen Einfluss auf die Arbeit mit Kindern nehmen, was eine regelmäßige Überarbeitung der Konzeption erfordert.

 

 

 

 

 

 

2.       Leitbild und Motivation für die Arbeit der Kindertagesstätten des Trägers Freier Musikverein Paukenschlag e.V.

Der Freie Musikverein Paukenschlag e.V. verbindet ästhetische Bildung für Kinder und Jugendliche mit deren allgemeinen Förderung, indem er künstlerische Tätigkeiten als Medium zur Persönlichkeitserziehung benutzt. Die Herausbildung persönlichen Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten auf kreativem Gebiet und davon in allen Lebensbereichen ist sein vornehmstes Ziel.

Die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Kleinkind- und Vorschulalter wird in den Kindertagesstätten des Musikvereines als höchst verantwortungsvolle Aufgabe betrachtet. Die MitarbeiterInnen sind sich bewusst, dass ihre Arbeit und ihr Verhalten eine wichtige Rolle in der frühkindlichen Entwicklung der ihnen anvertrauten Kinder spielen. Drei Leitbilder prägen ihr Handeln.

Rahmen schaffen für soziale Entwicklung:

Die Kindertagesstätte ist der Ort, an dem sich Kinder in einer sozialen Gruppe außerhalb ihrer Familie bewegen, orientieren und sich einen Platz erobern müssen. Sie erfahren, dass ihre ErzieherInnen ihnen offen und liebevoll begegnen, dass sie aber auch selbst dazu beitragen, anfängliche Fremdheit zu überwinden und sich geborgen zu fühlen.

Hilfe und Anregung geben zum Lernen:

Die Kindertagesstätte ist der Ort, an dem die Kinder ihrem Alter entsprechend zielgerichtet lernen und eine erweiterte Umwelt neben der familiären entdecken und verstehen können. Sie bewältigen Aufgaben, die Nachdenken, Strategien und Geduld erfordern, aber auch das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wachsen lassen und die Freude am Lernen fördern.

Partner sein und Mut machen:

Die Kindertagesstätte ist der Ort, an dem die Kinder in wachsendem Maße ihre Umgebung kritisch sehen lernen und gestalten können, an dem sie Lieblingsbeschäftigungen finden, an dem sie schöpferisch tätig sind und ihrer Fantasie Raum geben können. Liebgewordene Rituale und Besonderheiten aus dem familiären Umfeld dürfen sie in die Gruppe tragen.

 

3.       Profil

Basis der pädagogischen Arbeit mit den Kindern an unserer Einrichtung ist ein musisch-ästhetisch ausgerichtetes Grundkonzept. Musisch-ästhetische Erziehung schafft die Voraussetzung für die Entwicklung der Wahrnehmungsfähigkeiten und ermöglicht damit den Kindern, sich mit ihrer Umwelt optimal in Beziehung zu setzen. Die Sensibilisierung der Wahrnehmung trägt zudem entscheidend zur Entwicklung einer Ich-Identität der Kinder bei.

Musisch-ästhetische Erziehung umfasst alle Bereiche des Lebens, sie schließt die gesamte Atmosphäre einer Kindertageseinrichtung ein. Sie gibt nicht nur das Sichtbare wieder - sie macht sichtbar, indem Kinder ermutigt werden, ihren sinnlichen Eindrücken in mannigfaltiger Art und Weise einen Ausdruck zu verleihen.

 

Die Umsetzung dieses Profils bedeutet für uns konkret:

·         Alle pädagogischen Tätigkeiten orientieren sich am einzelnen Kind, seinen    individuellen Interessen, Bedürfnissen und Erfahrungen.

·         Spielen und Lernen (bzw. spielendes Lernen) finden mit allen Sinnen als ganzheitliche Prozesse statt.

·         Die Kinder tragen die Verantwortung für die Mitgestaltung ihres Umfeldes.

 

 

4.       Gesetzliche Grundlagen und Finanzierung

Die gesetzlichen Regelungen für die Finanzierung, Organisation  und Führung der Kindertagestätte werden durch verschiedene Gesetze und Ausführungsbestimmungen auf Bundes- und Landesebene getroffen.

 

·         Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (insbesondere Art. 6)

·         der öffentlichen Jugendhilfe

·         Sächsischer Bildungsplan – Leitfaden für pädagogische Fachkräfte in Kindergrippen und Kindergärten

             

Die Gesamtkosten (= Betriebskosten) für einen Kita-Platz setzen sich aus den Personalkosten und den Sachkosten zusammen. Zum Personalbereich gehört die Finanzierung der pädagogischen Mitarbeiter. Grundlage hierfür ist der jeweilige Personalschlüssel differenziert nach der Betreuungszeit der Kinder. Zu den Sachkosten zählen die Aufwendungen für das technische Personal, den Unterhalt (Strom, Wasser, Müllentsorgung etc.), die Instandhaltung der Räume und alle anfallenden Kosten für Anschaffungen. Die Betriebskosten werden aufgebracht durch die Stadt Dresden im Zusammenhang mit einem Zuschuss des Landes Sachsen, den Elternbeiträgen und dem Eigenanteil des Trägers.

Die gezahlten Elternbeiträge belaufen sich auf etwa 20 – 23% der tatsächlich anfallenden Kosten in der Krippe bzw. auf etwa 20 – 30% im Kindergarten (vgl. SächsKiTaG, 2005, Abschnitt 3, §§ 13- 18).

 

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) beschreibt die Aufgabe, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Diese Aufgabe umfasst die Bildung, Erziehung und Betreuung – orientiert an den Bedürfnissen der Kinder und Familien. Die Aufgaben und Ziele einer Kindertagesstätte  werden im Sächsischen Kita-Gesetz konkretisiert (§ 2 Abs. 1 und 2).

 

Der Sächsische Bildungsplan ist seit 2006 Arbeitsgrundlage der pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen. Einem Überblick über bildungstheoretische und entwicklungspsychologische Grundlagen zum Themenkreis Kindheit und Lernen folgen hier Darstellungen zu den sechs Bildungsbereichen – somatische Bildung, soziale Bildung, kommunikative Bildung, ästhetische Bildung, naturwissenschaftliche Bildung und mathematische Bildung. Aufbauend auf einer theoretischen Einführung finden sich dort Anregungen für die konkrete pädagogische Tätigkeit des Fachpersonals.

 

 

5.       Sozialraum

Unsere Einrichtung befindet sich in einer ruhigen Wohngegend im Ortsteil Klotzsche nahe der Dresdner Heide und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Neben einer gewachsenen Wohngegend mit zum Teil Villencharakter findet man in der Nähe der Kindertagesstätte das „Fontane-Center“ mit vielfältigen Möglichkeiten zum Einkaufen und Verweilen. Unser Träger, der „Freie Musikverein Paukenschlag e.V.“ hat hier seine Geschäftsstelle. Neben zwei Grundschulen und einer Bibliothek befinden sich in unmittelbarer Nähe der Kindertagesstätte eine Physiotherapiepraxis, zwei Zahnarztpraxen, ein Ärztehaus mit einer Kinderarztpraxis, ein Fitness-Center und eine Einrichtung der Volkssolidarität.

Unsere Einrichtung ist von Montag bis Freitag von 6.30 Uhr bis 17.15 Uhr geöffnet. In 6 Gruppen werden 106 Kinder im Alter von 0-7 Jahren durch pädagogisches Fachpersonal beim Spielen und Lernen begleitet. Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen stehen drei Plätze in  einer Integrationsgruppe zur Verfügung. Darüber hinaus sind in unserem Haus ein Koch, eine technische Mitarbeiterin und ein Hausmeister tätig. Es besteht die Möglichkeit, in allen Bereichen der Einrichtung Praktika durchzuführen.

Die Kindertagesstätte verfügt über eine eigene Küche, die täglich drei Mahlzeiten zubereitet. Individuelle Ernährungsbesonderheiten und Diäten werden berücksichtigt.

Neben abwechslungsreich gestalteten Gruppenräumen haben wir für unsere Kinder verschiedene Kreativräume eingerichtet:

-                     Bastelraum mit Materiallager

-                     Kinderwerkstatt (ist geplant)

-                     Kinderküche

-                     Sauna mit Entspannungs-Raum

Unser Außengelände umfasst ca. 4000 m² und bietet den Kindern aller Altersstufen zu jeder Jahreszeit umfangreiche Spielmöglichkeiten.

 

6.       Tagesablauf

Unsere Kindertagesstätte öffnet um 6.30 Uhr. Ab 7.30 Uhr beginnt die Betreuung der Kinder in den einzelnen Gruppen. In der Zeit von 7.45 Uhr – 8.30 Uhr wird im Kinderrestaurant das Frühstück angeboten. Die Kinder sollten möglichst bis 8.30 Uhr in unserer Einrichtung eintreffen. Am Vormittag finden neben dem Spiel und den täglichen Angeboten aus den verschiedensten Bereichen individuelle und gruppenoffene Veranstaltungen  statt.

Ab ca. 11.30 Uhr  erhalten die Kinder das Mittagessen. Anschließend findet bis etwa 14.00 Uhr die Mittagsruhe statt. Auf individuelle Schlafgewohnheiten der Kinder wird dabei je nach Altersstufe eingegangen. Größere Kinder können in einer Wachgruppe betreut werden.

Um 14.30 Uhr wird ein Nachmittagsimbiss gereicht. Anschließend können sich die Kinder im Rahmen individueller Angebote oder beim Spiel je nach Wetterlage im Innen- und Außenbereich  verwirklichen.

 

 

 

 

 

7.        Unser Bild vom KIND und vom LERNEN

Das Kind steht bei uns im Mittelpunkt. Als einzigartiges Individuum will es seine Welt erforschen und begreifen. Nur das Kind selbst kann lernen, es ist Akteur seiner eigenen Entwicklung. Dazu benötigt es jedoch die Gemeinschaft und die Auseinandersetzung mit  seiner  umgebenden Umwelt, um sich sein Bild von der Welt zu konstruieren. Lernen erfolgt dabei eigenaktiv durch direkte Anschauung, Erfassen mit allen Sinnen und durch Interaktion mit anderen Kindern und Erwachsenen.

Jedes Kind hat aufgrund seiner Entwicklung, seiner Erfahrungen und seiner Biographie seine eigene Sicht auf die Welt. Aus diesem Verständnis heraus benötigt jedes Kind bestimmte individuelle Unterstützung und Förderung. Wichtig ist hierbei die aktive Beteiligung und Mitbestimmung des Kindes im Rahmen seines Alters und seiner Reife.

Gemäß den Erkenntnissen der Hirnforschung ist frühkindliches Lernen das Resultat von eigenaktiven Aneignungsprozessen auf der Basis von Erfahrungen. Indem sich das Kind mit seiner Umwelt in Beziehung setzt, werden Wissensinhalte aufgebaut - konstruiert. Nur das Kind selbst kann lernen, es ist Akteur seiner eigenen Entwicklung. (Sächsischer Bildungsplan).

Lernen findet ganzheitlich und von Geburt an statt. In einer gestalteten und anregungsreichen Lernumgebung werden die Kinder angeregt, sich mit den Dingen der Welt auseinander zu setzen, in Kommunikation zu treten, Fragen zu stellen und eigene Lösungen zu finden. Das heißt auch, Umwege zu gehen, sich auf nicht vorhersehbare Ergebnisse zu freuen, Fehler und Zweifel zuzulassen und als Ressource zu nutzen.

 

In alltäglichen Handlungszusammenhängen eignen sich die Kinder die Bildungsinhalte unbewusst und spielerisch an, indem sie beobachten, nachahmen, experimentieren, gestalten oder auch ihren gespürten Bedürfnissen und eigenen Ideen nachgehen und so aktiv am Leben in der Gruppe teilnehmen. Dabei setzen sie alle Sinne, Kräfte, Fähigkeiten und Fertigkeiten ein, ihre Lebenswelt zu erfassen, Zusammenhänge, Vorgänge und Situationen zu erkennen und Einzelaspekte zu einem Ganzen zusammenzufügen.

 

Der Bildungsprozess eines Kindes ist wie ein „Einwandern in ein unbekanntes Land“ (Sächsischer Bildungsplan, 2006) zu sehen. Es ist eine Herausforderung, die Mut erfordert und zugleich Möglichkeiten bietet, täglich neue Entdeckungen zu machen.

 

Die Beziehungen der Kinder untereinander sind dabei von großer Bedeutung. Durch Interaktion lernen sie von und miteinander, treten in Aushandlungsprozesse und gleichen eigene Vorstellungen und Wissensinhalte mit denen der anderen ab, reflektieren ihre Handlungen und erweitern auf diese Weise das eigene Handlungsrepertoire.

 

Die Basis für das Lernen ist eine harmonische und wertschätzende Atmosphäre. Nur wenn sich das Kind sicher, geborgen und anerkannt fühlt, kann es der Welt begegnen, kann es sich offen mit Neuem auseinandersetzen. Damit sich die „Ich-Identität“ entwickeln kann, benötigt das Kind vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren, etwas zu erforschen, spielend zu entdecken und sich in der Gemeinschaft auszutauschen. Grundvoraussetzung dafür sind soziale Sicherheit und Vertrauen.

 

 

8.       Eingewöhnung

8.1         Eingewöhnung von neuen Kindern in der Kinderkrippe

Ein Kind kann sich nur entwickeln und lernen in einer Atmosphäre von Sicherheit und Geborgenheit, wenn es sich in seiner Umgebung wohlfühlt und ihm vertraute und vertrauende Bezugspersonen hat. Aus diesem Grund ist eine behutsame Eingewöhnung, die sich an den individuellen Bedürfnissen eines jedes Kindes orientiert von besonderer Bedeutung. Das Tempo der Eingewöhnung wird dabei vom Kind selbst bestimmt. In der konkreten Gestaltung orientieren wir uns am Berliner Eingewöhnungsmodell:

Nach dem Anmeldegespräch mit der Leiterin erfolgt das Aufnahmegespräch mit den Gruppenerziehern, in dem allgemeine Fragen, Fragen zur Entwicklung, Ernährung, den Schlafgewohnheiten und zur Hygiene erörtert werden. Die Eltern erhalten zudem die Möglichkeit, einen “Steckbrief” für ihr Kind zu erstellen, damit die Erzieher sich optimal auf die Bedürfnisse und Besonderheiten des Kindes einstellen können.

            Während der ersten Tage begleiten die Eltern ihr Kind im Gruppenraum und halten sich dort mit ihm gemeinsam etwa eine Stunde auf. Sie verhalten sich eher passiv, versorgen jedoch das Kind selbst und gehen auf seine Bedürfnisse ein. Die Erzieher beobachten das Kind in der Interaktion mit den Eltern. Es wird in dieser Phase kein Trennungsversuch unternommen.

            Der erste Trennungsversuch erfolgt, wenn das Kind nach einigen Tagen mit der neuen Umgebung und den ErzieherInnen und Kindern vertraut ist. Die Eltern verabschieden sich vom Kind, verlassen danach den Raum für maximal 30 Minuten – bleiben jedoch in unmittelbarer Nähe. Die Trennungszeit kann in den nächsten Tagen individuell gesteigert werden. In dieser Phase übernehmen die Erzieher zunehmend die Betreuung des Kindes entsprechend seiner Bedürfnisse. Kann sich ein Kind nur schwer von seinen Eltern trennen, sollte es länger von ihnen begleitet und erneute Trennungsversuche erst unternommen werden, wenn es mit der neuen Umgebung vertrauter geworden ist. Die Eingewöhnung kann als erfolgreich und abgeschlossen betrachtet werden, wenn das Kind sich in seiner neuen Gruppe wohl fühlt, sich von den Eltern verabschieden und vertrauensvoll den ErzieherInnen zuwenden kann.

 

8.2         Eingewöhnung in den Kindergarten

Kinder aus unserem Haus besuchen mit den Erziehern der Krippe öfter den Kindergartenbereich. So lernen die Kinder die Erzieher und die Räumlichkeiten dort ganz allmählich kennen. Kinder, die von zu Hause oder anderen Kindereinrichtungen neu in unseren Kindergartenbereich kommen, werden ähnlich wie die Krippenkinder entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und Gewohnheiten bei uns eingewöhnt.

Eine positive Einstellung der Eltern zur Kindertagesstätte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal, geprägt von Wertschätzung und Offenheit ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Eingewöhnung. Die Erzieher stehen jederzeit gern für Gespräche mit den Eltern zur Verfügung.

 

 

9.       Das Spiel

Der Sächsische Bildungsplan kennzeichnet das Spiel als die Haupttätigkeit des Kindes, da es als primäres Lernen die alterstypische und – vor dem Hintergrund konstruktivistischer Lerntheorien – die effektivste Form des Wissensaufbaus eines Vorschulkindes darstellt.

Das Spiel beeinflusst die kindliche Entwicklung nachhaltig und hat immer Entwicklung zur Folge. Im Spiel nimmt das Kind Lebensentwürfe vorweg, es probiert Verhaltensweisen aus seiner erlebten Umgebung aus und erspielt sich damit eine Erweiterung des eigenen Handlungspotenzials. Durch die Übernahme verschiedener Rollen im gemeinsamen Spiel testen Kinder selbstbestimmt Handlungsalternativen und Wahlmöglichkeiten, erlernen soziale Rollen, erwerben kommunikative Kompetenzen und lernen andere – neue – Perspektiven kennen. Somit erwerben sie basale Fähigkeiten des sozia